Folge 6 – Akute und prophylaktische Hilfe bei Migräne und Clusterkopfschmerzen
Shownotes
Welche Medikamente helfen im Anfall – und welche können Attacken langfristig verhindern? In dieser Folge spreche ich über Akutmedikamente, Prophylaxen und meine persönlichen Erfahrungen mit verschiedenen Therapien. Außerdem geht es darum, warum nicht jede Behandlung bei jedem Menschen gleich gut wirkt und weshalb der Weg zur passenden Therapie oft Geduld erfordert.
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00:00:00: Aloha und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von meinem Podcast Monster in meinem Kopf.
00:00:06: Schön, dass ihr heute wieder dabei seid!
00:00:09: In den letzten Folgen haben wir über Trigger, Warnzeichen und den Alltag mit Migräne gesprochen.
00:00:15: Heute soll es um etwas gehen das vermutlich jeden Betroffenen früher oder später beschäftigt Was kann ich eigentlich tun wenn die Schmerzen da sind?
00:00:23: Welche Medikamente gibt es?
00:00:25: Was hilft bei einer akuten Attacke und welche Möglichkeiten gibt es, Attacken langfristig zu verhindern.
00:00:31: Ganz wichtig vorne weg!
00:00:33: Ich bin keine Ärztin und diese Folge ersetzt natürlich keine medizinische Beratung – ich möchte euch lediglich einen kleinen Einblick geben und von meinen eigenen Erfahrungen berichten.
00:00:43: Beginnen wir mit der Akuteerapie.
00:00:46: Also mit allem was wir einsetzen wenn die Schmerzen bereits da sind.
00:00:50: Viele Menschen greifen zunächst zu den klassischen Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Paracetamol Novalgin oder Asperin.
00:00:58: Bei leichten Attacken kann das auch durchaus helfen, bei stärkeren Migräne reichen diese Medikamente allerdings oft nicht mehr aus.
00:01:06: Dann kommen häufig die sogenannten Triptane zum Einsatz.
00:01:09: Triptanen sind speziell für Migränen entwickelt worden und können eine Attacke bei vielen Betroffenen deutlich abschwächen oder sogar beenden.
00:01:18: Sie wirken allerdings am besten wenn sie möglichst früh während der Attackel genommen werden.
00:01:23: Viele Migräne-Patienten kennen außerdem die Begleiterscheinung, Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und Geräuschempfindigkeit.
00:01:31: Deshalb werden häufig zusätzlich Medikamente gegen übelkeit eingesetzt.
00:01:39: Bei Cluster-Kopfschmerzen sieht die Situation etwas anders aus.
00:01:43: Die Schmerzen kommen meist extrem schnell und erreichen innerhalb weniger Minuten ihre maximale Stärke.
00:01:49: Normale Schmerzmittel sind deshalb häufig keine Hilfe.
00:01:52: Viele Betroffene nutzen Reptane als Injektion oder Nasenspray.
00:01:57: Außerdem wird oft eine Sauerstofftherapie empfohlen, da bei Atmet man über eine spezielle Maske Hochdosiert-Sauerstoff ein.
00:02:05: Bei vielen Menschen kann das einer Attacke deutlich verkürzen oder sogar stoppen.
00:02:10: Bei mir persönlich funktioniert Sauerstoffs allerdings überhaupt nicht.
00:02:15: Das zeigt wieder einmal wie in die individuelle Kopfschmerzerkrankung sein können.
00:02:19: Was dem einen hervorragend hilft kann beim nächsten völlig wirkungslos sein.
00:02:25: Jetzt kommen wir zu der Frage, warum man nicht so viele Akutmedikamente nehmen sollte?
00:02:30: Wenn man regelmäßig Schmerzen hat ist die Versuchung groß immer häufiger zum Medikamenten zugreifen.
00:02:36: Das Problem dabei es kann ein sogenannter medikament übergebraust Kopfschmerz entstehen.
00:02:42: das bedeutet dass die Medikamente selbst irgendwann dazu beitragen können dass noch mehr Kopfschmärzen entstehen.
00:02:49: Deshalb ist es wichtig, gemeinsam mit seinem behandelnden Arzt einen guten Plan für die Akuttherapie zu entwickeln.
00:02:57: Nun kommen wir zum Profilaxen.
00:03:01: Neben der Akutherapie gibt es die sogenannten Profilachsen.
00:03:05: Dabei geht es darum, Attacken gar nicht erst entstehen zu lassen oder ihre Häufigkeit zu reduzieren.
00:03:11: Gerade bei chronischer Migräne und Cluster-Kopfschmerzen spielt die Profilachse eine wichtige Rolle.
00:03:17: Es gibt mittlerweile verschiedene Möglichkeiten.
00:03:20: Dann fangen wir einfach mal mit dem Vera-Permil an.
00:03:23: Bei Cluster-Kopfschmerzen wird häufig Vera- Permil eingesetzt.
00:03:27: Vera-permil ist ursprünglich eigentlich ein Herzmedikament, es kann aber die Häufigkeit von Clusterattacken deutlich reduzieren.
00:03:35: Ich selbst nehme ebenfalls Vera-permil allerdings in einer sehr hohen Dose.
00:03:41: Viele Betroffene kennen die Nebenwirkung Man fühlt sich schneller erschöpft der Kreislauf macht Probleme Und körperliche Belastung kann deutlich anstrengender werden.
00:03:52: Trotzdem kann das Medikament für viele Menschen eine riesengroße Hilfe sein.
00:03:56: Bei mir waren die Nebenwirkungen am Anfang tatsächlich so schlimm, dass sich unter dem Vera-Permille ein AV-Block entwickelt hat.
00:04:04: Das heißt grob gesagt mein Herz hat einfach nicht mehr mitgemacht und viel zu langsam geschlagen Um diese Rhythmusstörung zu behandeln.
00:04:13: standen wir denn damals zwischen der Wahl, zwischen Pest und Cola?
00:04:18: Erst Ende vom Lied war, mir wurde ein Herzschrittmacher eingebaut.
00:04:22: So kann ich nun das Vera-Pamil nehmen ohne dass es gefährlich für mich wird und ganz nebenbei der Herzschrittmacher stört mich in meinem Alltag überhaupt nicht.
00:04:32: Dann kommen wir jetzt zur Cortison Stoßtherapie.
00:04:35: Viele Clusterpatienten kennen außerdem Cortison vor allem dann wenn eine besonders schwere Clusterphase beginnt.
00:04:43: Eine Cortisonstoß Therapie kann dabei helfen die Attacken vorübergehend zu unterbrechen oder abzuschwächen.
00:04:50: Allerdings eignet Cortison sich nicht als Dauerlösung, dafür sind die Nebenwirkungen leider auf Dauer viel zu
00:04:56: belastend.".
00:05:00: Dann kommen wir jetzt zu den Antikörpertherapien.
00:05:03: In den letzten Jahren hat sich bei der Behandlung von Migräne sehr viel getan.
00:05:08: Eine der größten Entwicklungen sind die sogenannten CGRP-Antikörper.
00:05:12: Diese Medikamente wurden speziell für Migränen entwickelt.
00:05:16: Sie werden meist als Spritze oder auch als Infusion verabreicht und können die Anzahl der Migränetage deutlich reduzieren.
00:05:24: Viele Betroffene berichten von einer erheblichen Verbesserung ihrer Lebensqualität.
00:05:29: Allerdings spricht auch hier nicht jeder gleich gut auf diese Therapie an!
00:05:33: Jetzt kommen wir zu meiner Lieblingsprophylaxe, dem Botox.
00:05:37: Ja genau das Botox was viele aus der ästhetischen Medizin kennen.
00:05:41: Bei chronischer Migräne wird es allerdings gezielt an bestimmte Punkte im Kopf Nacken- und Schulterbereich gespritzt.
00:05:49: Bei vielen Betroffenen kann dadurch die Anzahl der migraine Tage reduziert werden.
00:05:55: Der richtige Weg ist individuell, wenn es eine Sache gibt, die ich in den letzten Jahren gelernt habe dann diese Es gibt nicht die eine perfekte Behandlung.
00:06:04: Jeder Mensch reagiert anders.
00:06:06: Manchmal findet man schnell eine Therapie, die hilft und manchmal braucht es sehr viele Versuche.
00:06:12: Das kann richtig frustrierend sein Aber das bedeutet nicht dass man aufgeben sollte Denn die Möglichkeiten sind heute deutlich vielfältiger als noch vor einigen Jahren.
00:06:22: Dann jetzt zu meinem Fazit, Akuttherapie und Prophylaxe verfolgen unterschiedliche Ziele.
00:06:28: Die Akutherapie soll helfen wenn die Schmerzen bereits da sind.
00:06:32: Die Prophylexe soll verhindern dass die Schmelzen überhaupt entstehen.
00:06:36: Beides kann richtig wichtig sein Und oft braucht es eine Kombination verschiedener Maßnahmen um diese Erkrankung möglichst gut in den Griff zu bekommen.
00:06:46: Das war auch schon meine heutige Folge von Monster in meinem Kopf.
00:06:50: Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Überblick über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten geben!
00:06:56: Wenn euch die Folge gefallen hat freue ich mich natürlich über eine Bewertung oder wenn ihr meinen Podcast einfach weiter empfehlt.
00:07:02: Ich wünsche euch möglichst viele schmerzfreie Tage.
00:07:05: passt auf euch und bis zum nächsten mal.
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